Die Kosten-Nutzen-Analyse

Geschichte der Kosten-Nutzen-Analyse

Die Kosten-Nutzen-Analyse stammt ursprünglich aus dem Wohlfahrtssektor. Durch das Bundeshaushaltsgesetz sind zum Beispiel Gemeinden verpflichtet eine Kosten-Nutzen-Analyse durchzuführen, bevor Gelder ausgegeben werden. Die Kosten-Nutzen-Analyse wird aber auch in Industrieunternehmen eingesetzt. Sie dient als Wirtschaftlichkeitsuntersuchung der Entscheidungsfindung.

Vergleich der Analysemöglichkeiten

Mit der Kosten-Nutzen-Analyse verwandte Techniken sind die IST-Analyse, die Kundenanalyse, die ABC-Analyse und die SWOT-Analyse. Alle genannten Analysen werden im betriebswirtschaftlichen Sektor eingesetzt. Ihr Unterschied besteht allerdings in der Zielsetzung.

IST-Analyse

Die IST-Analyse stellt die derzeitige Situation eines Unternehmens dar, dazu gehört zum Beispiel die Auflistung aller Kosten. Bei der IST-Analyse wird im Gegensatz zur Kosten-Nutzen-Analyse nicht bewertet.

Kundenanalyse

Die Kundenanalyse versucht festzustellen, welche Art von Kunden das Unternehmen hat. Wie ist das Kaufverhalten der Kunden? Auch hier wird nicht bewertet. Es werden nur die Fakten gesammelt.

ABC-Analyse

Die ABC-Analyse ist ebenso wie die Kosten-Nutzen-Analyse eine vergleichende Analyse. Hier werden zum Beispiel drei Produkte miteinander verglichen. Dabei vergleicht man zum Beispiel die verkauften Mengen mit den Umsätzen oder Gewinnen, die die einzelnen Produkte erzielen. Das Produkt mit dem größten Erfolg ist das Produkt A, das mit dem geringsten Erfolg das Produkt C. Die ABC-Analyse kann in vielen Bereichen eines Unternehmens eingesetzt werden.

Kosten-Nutzen-Analyse

Die Kosten-Nutzen-Analyse vergleicht zum Beispiel die Kosten der Anschaffung einer Maschine mit dem Nutzen der Maschine. Wie hoch sind die Anschaffungskosten? Was kann durch die Anschaffung erzielt werden, zum Beispiel ein höherer Ausstoß, eine schnellere Produktion oder niedrigere Stückkosten? Wie wirtschaftlich ist die Anschaffung? Könnte nicht durch verlängerte Produktionszeiten bei geringeren Kosten produziert werden? Bei einem neutralen oder negativen Ergebnis, das heißt die Kosten rechtfertigen den Nutzen nicht, sollte von einer Investition abgesehen werden. In diesem Falle würden die Investitionskosten sich niemals rentieren.

SWOT-Analyse

Die SWOT-Analyse geht einen entscheidenden Schritt weiter als die Kosten-Analyse. Ihre Vergleichsparameter sind Strength (Stärken), Weaknesses (Schwächen), Opportunities (Chancen) und Threats (Risiken). Die SWOT-Analyse kann in die Bestandteile interne Analyse (Stärken und Schwächen) und die externe Analyse (Chancen und Risiken) zerlegt werden.

Zusammenfassung

Zusammenfassend kann man die vorgestellten Analysemethoden in die Gruppen Situationsanalyse (IST-Analyse und Kundenanalyse) und Analysen zur Entscheidungsfindung einteilen.
Ein wichtiges Instrument dabei ist die Kosten-Nutzen-Analyse. Ohne sie sollte keine unternehmerische Entscheidung gefällt werden. Denn nur, wenn dem Nutzen einer Investition die damit verbundenen Kosten gegenüber gestellt werden, ist eine betriebswirtschaftlich sinnvolle und richtige Entscheidung möglich.

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